#1 Basel

Vorneweg

In Basel werden kleinen Galerien von autonomen Aktivisten die Scheiben beschmiert, weil sie als Teil der Gentrifizierung angesehen werden. Gleichzeitig werden Ateliers neu aufgebaut, wenn der Pharmakonzern Novatis sich vergrößern will, sogar die Grenze kann dann verlegt werden.


--- mehr FOTOS siehe unten ---

Außerdem
Wegen der Durchkreuzung der Achse Gender-Zeiteinteilung durch Tätigkeiten die Geld bringen beschleunigt sich unser Alltag.
Wo und wie setze ich mich/meine queerness als selbst gewinnbringend ein?
Alles was mit Lohnarbeit zu tun hat, hat auch mit Zeitverknappung zu tun.
Innerhalb meiner verschiedenen Zeitebenen teile ich meine queeren Rollen unterschiedlich auf.
Es bleibt die Angst, nicht schenll genug zu sein.
Ich führe lieber eine Tätigkeit mit Geld aus anstatt cruising utopia zu lesen bzw zu cruisen.
Die Mehrdimensionalität der Identität greift in die Gleichzeitigkeit der verschiedenen Zeitleisten so ein, daß ich besonders gut und schnell auf verschiedene Weisen an verschiedenen Orten Werte erzeugen kann. Wir sind alle Janet und Teil des MoDiMiDoeur- FriSaSoeur Programmes

Story

Janet ist in die Jahre gekommen und hat die letzen Jahre in Transsylvanien verplempert und fragt sich wie sie jetzt zu Geld kommen kann in der straighten Zeit.
Sie bewirbt sich auf das MoDiMiDoeur- FriSaSoeur Programm als schwuler Bürgermeister im Praktikum in Basel und versucht so durch zu kommen.
Was wird Brad denken?

Dr Brinkmann versucht schon länger als Stadtplaner im Untergrund eine andere Karte über oder unter oder um Basel drumherum zu legen. Orte der Begegnung sollen als Wunschproduzenten wie Pilze aus dem Boden schiessen. Kollektive Bedürfnisse sollen sich an öffentlichen Orten äußern und innerhalb einer gemeinsamen Zeit in die Struktur der Stadt eingraben.
Durch die Entwicklung des Diplomaten hat er eine Möglichkeit geschaffen, mit der sich alle Personen zu jeder Zeit an vielen Stellen eine Zugangsberechtigung zu diesen visionären Orten und Zeiten beschaffen können. Er ist nicht gegen die Akademie, er will dass alle reindürfen. Er ist nicht gegen die Grenze an sich, aber jeder sollte sie in allen Richtungen überschreiten können.
Er hat Janet eingeladen, damit sie sich als Sprecherin der queeren Zeit im Rathaus dafür einsetzt, dass für diese Orte Platz frei gehalten wird, in den Herzen und in den Hosentaschen. Sie richtet sich stattdessen in der Straighten Zeit ein und entdeckt deren Vorteile.

Was muss Janet jetzt alles gleichzeitig machen?
Sie muss die exhaltierte Künstlerin auch in der Freizeit raushängen lassen, sie hat jetzt neuerdings Freizeit, weil sie hat jetzt auch Arbeit.
Sie muss die Miete für Janet City aufbringen, Novartis, das sie sich gekauft hat.
Sie macht ein Praktikum als Bürgermeister, dann kann sie selbst die Gelder verteilen an ihre Freunde - aber ist das genug Zuwendung?
Hat denn Janet überhaupt noch Zeit für Brad und Dr Brinkmann?

In der Schule der Pronomen lernt sie effektives soziales Management und sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit zu integrieren. Sie hat kaum noch Zeit, eine mit Brad gemeinsame Sprache zu finden und sieht ihn als Teil des Kollektivs, dass sie verwaltet und dessen Rasen sie mäht.

Brad durfte mitkommen, um getarnt als Kunstprojekt im Baumhaus im Novartis Park den Bau der geplanten Waschstrasse zu blockieren. Er gibt vor, nichts zu tun, macht aber heimlich Politik und fühlt sich von Janet vernachlässigt, da er nur noch durch das Schreiben von Petitionen auf ihrem Schreibtisch ankommt. Er hat die Schule der Pronomen schneller absolviert als die anderen und findet sich in seiner Rolle als weißer, männlicher Künstler ein, indem er für Novartis eine ganz schöne Grenze entwirft, einen Zaun mit hübschem Muster.

Janet will sich selfcontained sichern und alle Samples mit auf der eigenen Platte haben.
Brad ist nur eine Demoversion und Dr Brinkmann hat auch so ein komisches Format, sie versteht kein Wort.
Aber Dr Brinkmann könnte was uploaden, der kennt sich doch aus?
Wir könnten uns doch rhymen....
und so geht es immer weiter und weiter, vieles davon geschah wirklich und manches nie.

Epilog

Auf dem Platz der erfüllten Bedürfnisse stellt sich heraus dass niemand den Müll herausstellt.

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